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Mehr Energieeffizienz durch Leasing

Energieeffizienz wird auch für kleine und mittelständische Unternehmen immer wichtiger. Viele KMU scheuen jedoch die hohen Anfangsinvestitionen. Deshalb sind gerade in diesem Bereich alternative Finanzierungskonzepte gefragt. „Lange Amortisierungszeiten oder Liquiditätsaspekte werden häufig als Gründe dafür ins Feld geführt, dass Investitionen in die Energieeffizienz immer wieder aufgeschoben werden – in solchen Fällen stellt das Leasing eine echte Alternative dar“, so Guido Mumm Geschäftsführer der Hürther Spezialfinanzierungsgesellschaft AKIS GmbH, einer exklusiven Partnerin der Deutschen Leasing (DL). Manche Anbieter bieten allerdings weit mehr, als die reine Finanzierung. Wir verfügen über das Objekt- Know-how, nehmen die wirtschaftliche wie technische Bewertung vor und begleiten unsere Kunden auf Wunsch von der Planung bis zur Umsetzung, so Mumm. Längst ist das Leasing in vielen Bereichen etabliert, im Bereich Energietechnik kommt diese Finanzierungsform bislang allerdings nur wenig zum tragen. Doch ist ein Wandel spürbar.

„Der Bedarf ist steigt, wir hatten im Jahr 2012 sehr viele Anfragen in diese Richtung“, so Mumm weiter. Ob Windkraft oder Photovoltaik, ob Kraft – Wärme Kopplung oder Smartmetering – die Möglichkeiten für Unternehmen, die Energieeffizienz zu verbessern, sind vielfältig. Nur durch Umrüstung auf drehzahlvariable Antriebe könnte die deutsche Industrie ihre Energiekosten bis 2017 um bis zu 6,5 Milliarden Euro senken, hat Siemens Financial Services für eine aktuelle Studie errechnet. Die größten Vorteile beim Leasing liegen natürlich in der Sicherung der Liquidität und der Bilanzneutralität. Beides wirkt sich positiv aufs Rating aus und erhöht dadurch den Spielraum für weitere Finanzierungen. Mumm: „Gerade bei Investitionen in moderne Technologien mit Einsparpotential beim Energieverbrauch ist es für Unternehmen attraktiv, ratierlich zu bezahlen.“ „Weil die Anfangsinvestition entfällt und die Raten sich zum Teil aus den erzielten Einsparungen speisen, reduzieren sich die tatsächlichen Kosten auf enorm.“ Allerdings können Fördermittel aus einem der unzähligen Energieeffizienz-Programme häufig nicht auf Leasing-Verträge angewandt werden. Wer in Raten zahlen möchte, ohne dabei auf Fördergelder zu verzichten, muss bei vielen Programmen zum Mietkauf greifen. Bei dieser Variante geht das Eigentum am Leasing-Objekt am Ende automatisch auf den Leasing-Nehmer über. Doch für unabhängige Anbieter wie AKIS bleibt ein Problem: „Es gibt eine Riesenzahl an Förderprogrammen, mit denen wir nichts anfangen können, weil sie die Kreditfinanzierung über die Hausbank voraussetzen“, ärgert sich Mumm, der den Zinsvorteil der Fördermittel gern an seine Kunden weitergeben würde. Derzeit liegt die Effektivverzinsung beim Energie-Leasing zwischen 5 und 6 Prozent.

PM AKIS-GmbH, 22.02.2013 | drucken | Ganzer Artikel hier

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