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Finanzierungsexperte Guido Mumm: „Umstellung auf papierlosen Rat rechnet sich für Kommunen"

Neu-Anspach stellte erst vor wenigen Wochen komplett um, und auch in anderen Kommunen wird darüber nachgedacht: Politik via iPad. Die Anschaffung der etwa 500 Euro teuren Geräte ist deutlich günstiger als die Druck- und Papierkosten für die Unterlagen der Abgeordneten, statt eines Haufens Papier muss nur noch das iPad mit zu Magistrats- und Ausschusssitzungen und Stadtverordnetenversammlungen. „Das wäre eine immense Papierersparnis, auch die Druckkosten sind sehr hoch“, sagt Bad Homburgs Oberbürgermeister Michael Korwisi (Grüne). Seit etwa zehn Jahren gibt es in Friedrichsdorf und in Bad Homburg das elektronische Ratsinformationssystem mit allen Unterlagen. In Friedrichsdorf kann sie jeder über die Homepage der Stadt einsehen. In Bad Homburg ist das System nicht öffentlich. „Aber jeder Abgeordnete kann mitmachen“, sagt der OB. Man setze auf Freiwilligkeit. „Wir können nicht alle verpflichten, es bedarf ja auch Grundkenntnissen in dieser Technik“, sagt Korwisi. Es gebe zwar auch einige junge Stadtverordnete, aber viele seien schon älter. Für Abgeordnete, die Laptops oder iPads nutzen wollen, käme die Stadt auf.

„Wir müssen die notwendigen technischen Hilfsmittel natürlich stellen. 100 Laptops oder iPads, das wäre eine überschaubare Summe“, so Korwisi. Eine Einladung zu den Sitzungen gibt es aber weiter auf Papier. Um das zu ändern, müsste die Satzung novelliert werden. Bei den Oberurseler Politikern ist die Umstellung von Papier auf elektronische Sitzungsunterlagen so gut wie sicher. Seit gut einem Jahr befasst sich damit eine interfraktionelle Arbeitsgruppe. Nach der Sommerpause steht ein formaler Beschluss des Stadtparlaments an. „Im Oktober ist das durch“, prophezeit der Stadtverordnetenvorsteher Christoph Müllerleile (OBG). Laut Bürgermeister Hans Georg Brum (SPD) wird gerade geprüft, wie die Tabletcomputer zu finanzieren sind. Ihm schwebt ein Leasingvertrag vor, dessen Raten mit der Aufwandsentschädigung für die Stadtverordneten verrechnet werden. Schließlich würden die Tablets auch privat gebraucht. Der SPD-Stadtverordnete Daniel Reckling nutzt sein privates Gerät, um Reden vor dem Parlament abzulesen. Aktuelle Vorlagen seien schnell aufzuspielen. Die Stadtverwaltung müsse dann nicht mehr nachts einen Fahrer losschicken, der die Papiere in 60 Briefkästen steckt. Die Umstellung spare neben den Papier- auch Personalkosten. Doch wer partout weiter mit Papier arbeiten will, der kann den Flachcomputer laut Brum auch ausschlagen. Guido Mumm, Geschäftsführer der auf Finanzierungsmodelle für Kommunen spezialisierten AKIS-GmbH sieht in einer Leasingvariante gleich mehrere Vorteile.

„Einerseits fallen für die Stadt dabei die recht hohen Kosten für die Anschaffung der Tablet-PCs und die Bereitstellung einer entsprechenden Infrastruktur (z. B. für WLAN, IT-Sicherheit, Lizenzen und Wartung) nicht an - und andererseits garantieren flexible Vertragslaufzeiten, dass die IT-Ausstattung der Parlamentarier immer auf dem neuesten Stand der Technik ist.“ Die AKIS-GmbH, eine exklusive Partnerin der Sparkassenleasinggesellschaft Deutsche Leasing (DL), hält für Kommunen, die auf digitale Ratsunterlagen umstellen wollen, maßgeschneiderte Finanzierungskonzepte bereit. „Wir haben in Gesprächen mit kommunalen Entscheidern zudem die Erfahrung gemacht, dass sich die Umstellung auf Tablet-PCs nicht nur schnell bezahlt macht, sondern auch die Ratsarbeit erheblich erleichtert“, so Guido Mumm. Auf den Computerbildschirmen könne man die oft hunderte Seiten starken Vorlagen und Pläne viel leichter sichten und per Mausklick auch die Vorgeschichte recherchieren, so der Finanzierungsexperte weiter.

FR/AKIS-GmbH, 03.08.2012 | drucken | Ganzer Artikel hier

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