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Weniger Firmenpleiten im ersten Halbjahr 2011

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland ist im ersten Halbjahr 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 10,9 Prozent gesunken. Das meldet die Wirtschaftsauskunftei Bürgel. Demnach mussten im ersten Halbjahr 2011 lediglich 15.302 Unternehmen aufgeben. Bürgel-Geschäftsführer Norbert Sellin: "Die konjunkturelle Lage in Deutschland wirkt sich auch positiv auf die Firmeninsolvenzstatistik aus." Die führenden Wirtschaftsinstitute rechnen mit einem konjunkturellen Hoch, das in abgeschwächter Form anhalten soll. Deshalb geht Bürgel für das Gesamtjahr 2011 davon aus, dass die Zahl der Firmenpleiten auf bis zu 30.000 Fälle sinkt. Das entspreche dem zahlenmäßigen Niveau vor der Finanzkrise, so Sellin: "Würde sich der wirtschaftliche Aufwärtstrend im aktuellen Jahr weiter fortsetzen, gäbe es bezogen auf die vergangene Dekade nur im Jahr 2007 weniger Firmeninsolvenzen als im Jahr 2011." Einziger Makel: Im zweiten Quartal 2011 mussten 6,1 Prozent mehr Firmen einen Insolvenzantrag stellen als im ersten Quartal. Außerdem könnte die Insolvenzstatistik von der Schuldenkrise in Europa beeinflusst werden, die den hiesigen wirtschaftlichen Aufschwung zu dämpfen droht. Im Bundesländer-Vergleich mussten in Bayern und Baden-Württemberg im ersten Halbjahr 2011 am wenigsten Firmen aufgeben: In Bayern habe es nur 32 Insolvenzen auf 10.000 Unternehmen gegeben, in Baden-Württemberg 35. Der Bundesdurchschnitt liegt laut Bürgel bei 48 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen. Besonders gravierend sei die Situation in Bremen mit 91 Fällen je 10.000 Firmen. Auch in Sachsen-Anhalt (84) und Sachsen (73) sei die Lage angespannt. Jedoch sei die Zahl der Firmeninsolvenzen mit einer Ausnahme in allen Bundesländern rückläufig. Die Ausnahme: Bremen verzeichnete Bürgel zufolge einen Zuwachs an Unternehmensinsolvenzen von 5,7 Prozent.

Mittelstand-Direkt | 04.08.2011 | drucken | Ganzer Artikel hier

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