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Alternative Finanzierung im Mittelstand – Leasing für viele Betriebe die erste Option

Der Finanzierungsbedarf springt wieder an. Rechneten im Vorjahr noch mehr als 70 Prozent der Mittelständler mit abnehmendem oder gleichbleibendem Mittelbedarf, sind es dieses Jahr weniger als die Hälfte. 53 Prozent gehen stattdessen von zunehmendem Finanzierungsbedarf aus. Beim Ausblick auf die kommenden zwei bis drei Jahre steigt dieser Anteil auf rund zwei Drittel. Kleinere Unternehmen mit bis zu 50 Millionen Umsatz sind stärker vom steigenden Finanzierungsbedarf betroffen als größere Mittelständler. Bei größeren Mittelständlern ist der Bedarf vor allem durch Investitionen in das Anlagevermögen getrieben, bei kleineren hingegen durch den Aufbau von Working Capital. Zwar ist die Kreditvergabe für eigenkapitalstarke Unternehmen weniger restriktiv als im Vorjahr, doch Bankenfinanzierung wird nach wie vor als aufwändig erachtet. Zwei Drittel der Mittelständler glauben deshalb, dass alternative Finanzierungsinstrumente zukünftig an Bedeutung gewinnen werden. Auch in Zukunft überwiegen klassische Finanzierungsinstrumente wie Bankkredite, Fördermittel und Formen der Innenfinanzierung. Allerdings planen Mittelständler vermehrt eine Nutzung alternativer Instrumente. An erster Stelle steht dabei das Leasing – insbesondere in den klassischen Leasingsegmenten wie Fuhrpark, Maschinen und im IT-Bereich. Aber auch andere Finanzierungsformen etwa Unternehmensanleihen, Hybridkapital oder die Zusammenarbeit mit strategischen Investoren könnten künftig für Mittelständler an Bedeutung gewinnen. Die Kriterien für die Nutzung alternativer Finanzierungsinstrumente werden sehr differenziert bewertet. Die Unternehmen müssen Faktoren wie Aufwand, Kosten, Finanzierungshorizont und –bedarf genau evaluieren, denn die Auswahl des auf die jeweilige Situation passenden Finanzierungsinstruments wird immer mehr zum Kernerfolgsfaktor.

Markt und Mittelstand | 18.10.2011 | drucken | Ganzer Artikel hier

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